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19. Mai 2008 | Presseinformationen, Finanz & Wirtschaft, Konzern News

LANXESS senkt Ausstoß klimaschädlicher Gase in Deutschland bis 2012 um rund 80 Prozent

Erstes industrielles Joint-Implementation-Projekt in Deutschland / Neue Anlage am Standort Krefeld-Uerdingen neutralisiert klimaschädliches Lachgas / Ministerpräsident Jürgen Rüttgers lobt LANXESS-Projekt

Düsseldorf/Leverkusen - Der Spezialchemie-Konzern LANXESS AG wird die Emission klimaschädlicher Treibhausgase drastisch senken.  „Bis 2012 werden wir in Deutschland den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen im Vergleich zu 2007 um rund 80 Prozent reduzieren“, sagte Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG. Gemessen in so genannten CO2-Äquivalenten bedeutet das eine Reduzierung der Emissionen von rund 1,9 Millionen Tonnen in 2007 auf etwa 0,35 Millionen Tonnen im Jahr 2012. Um dieses Ziel zu erreichen, wird LANXESS das erste industrielle Joint-Implementation-Projekt Deutschlands, eine innovative Umsetzungsform für Klimaschutz­vorhaben, realisieren. Dieses wurde kürzlich von der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes in Berlin genehmigt.

Über 1,5 Millionen Tonnen weniger Ausstoß in Deutschland

Kern des Projekts ist der Bau einer neuen, zweiten Anlage zur Reduktion von klimaschädlichem Lachgas (N2O) am LANXESS-Standort Krefeld-Uerdingen. Lachgas entsteht bei der Herstellung von Adipinsäure, einem Kunststoff-Vorprodukt. Das bei diesem Prozess erzeugte Gas ist für den Menschen völlig ungefährlich, schädigt aber das Klima über 300-mal stärker als CO2.  Die Adipinsäureproduktion in Krefeld-Uerdingen ist die einzige von LANXESS weltweit und daher mit Blick auf die Reduktion von Lachgas entscheidend. Die neue Anlage wird bereits Anfang 2009 in Betrieb gehen. Sie neutralisiert die Lachgas-Emission von LANXESS vollständig und spart dadurch bis 2012 über 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr gegenüber 2007 ein. Zudem reduziert der Konzern seinen Jahres-CO2-Ausstoß in Deutschland bis 2012 um weitere rund 10.000 Tonnen durch die permanente Verbesserung der Energieeffizienz seiner Produktions­anlagen.

Innovatives Joint-Implementation-Projekt
Bei der Finanzierung der Anlage geht LANXESS neue Wege: Ein Joint-Implementation-Projekt ist ein im Kyoto-Protokoll vorgesehenes Instrument des Emissionshandels zwischen Industrieländern. „Über den Verkauf von  Emissionszertifikaten kann LANXESS seine Investition für den Bau und den Betrieb der Anlage refinanzieren“, so Heitmann. Mit einem Investitionsvolumen von bis zu 10 Millionen Euro ist das Vorhaben das bislang größte genehmigte Joint-Implementation-Projekt in Deutschland.

NRW-Ministerpräsident begrüßt LANXESS-Projekt
 „Wir machen gerade für die Chemieindustrie eine verlässliche Standortpolitik. Dazu gehört eine grundsätzliche Offenheit für ihre Anliegen und Investitionsvorhaben. Dazu gehört, dass wir ein Auge auf die Versorgungssicherheit bei allen Vorstoffen setzen. Und dazu gehört, dass wir die Versorgung mit Energie sicherstellen“, sagte Dr. Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Er forderte gleichzeitig, dass eine energieintensive Branche wie die Chemieindustrie den Klimaschutz ernst nehmen müsse. „Lanxess tut das schon seit vielen Jahren und leistet hier wichtige Pionierarbeit. Als noch kaum jemand vom Klimaschutz sprach, reduzierte Lanxess bereits im Werk Krefeld-Uerdingen die anfallenden Lachgasmengen. Das ist wichtig. Ich begrüße deshalb ausdrücklich den Bau einer weiteren Anlage zum Abbau von Lachgas an diesem Standort. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt im Klimaschutz.“

LANXESS – Technologieführer bei der Lachgas-Reduktion
Mit der neuen Anlage, die die bereits bestehende Reduktions-Anlage in Krefeld-Uerdingen ergänzt, baut LANXESS seine Technologieführer­schaft in diesem Bereich aus. Beide Anlagen funktionieren nach demselben Prinzip: In einem thermischen Prozess wird das Lachgas aus dem Abgasstrom der Adipinsäureproduktion bei hohen Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius in seine klimaneutralen Bestandteile Sauerstoff und Stickstoff aufgespalten. Die dabei erzeugte Wärme liefert Dampf, der zur weiteren Nutzung in das Versorgungsnetz des CHEMPARKS Krefeld-Uerdingen eingespeist wird.

Lachgas ist eine chemische Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff. Es wurde früher traditionell in der Medizin als Narkosemittel eingesetzt und ist heute beispielsweise  als Treibgas für Lebensmittel zugelassen.


Hinweis für TV-Redaktionen:
Für Ihre Fernsehberichterstattung finden Sie ab 10:00 im BroadcastRoom www.presse.lanxess.de ausführliches Footage-Material: Neben Statements des Vorstandsvorsitzenden von LANXESS, Axel Heitmann, finden Sie dort unter anderem auch Aufnahmen der Lachgasreduktionsanlage sowie einer Animation des Reduktionsverfahrens.

Zusätzlich stehen für Sie ab 14:00 Uhr TV-Material (Formate 16:9 und 4:3) von der Pressekonferenz und einem Statement des Ministerpräsidenten per Satellit zur Verfügung: Astra 3A 23,5°E / Txp. 21 Slot A / Uplink: 14.171,5 MHz V / Downlink: 12.671,5 MHz H / FEC: ¾ Symbol rate: 6.111 Msymb

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2007 einen Umsatz von 6,61 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 15.200 Mitarbeiter in 21 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist an 44 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der LANXESS AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Kontakt

Ingo Drechsler

Ingo Drechsler
Leitung Corporate Media Europe, Middle East, Africa

Tel.: +49 214 30 43790

Fax.: +49 214 30 50691

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In der Lachgas-Reduktionsanlage von LANXESS in Krefeld-Uerdingen wird das klimafeindliche Lachgas N2O in seine unschädlichen Bestandteile Sauerstoff und Stickstoff aufgespalten. (Bildformat: 33 cm x 20 cm / Bildautor: Foto: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße: 687)

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Betriebsmeister Thomas Terhorst inspiziert die bereits bestehende Lachgas-Reduktionsanlage von LANXESS am Standort Krefeld-Uerdingen. (Bildformat: 20 cm x 13 cm / Bildautor: Foto: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße: 2170)

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Bei der Herstellung der Adipinsäure – einem Kunstoff-Vorprodukt – in Krefeld-Uerdingen entsteht klimaschädliches Lachgas, das zukünftig durch eine zweite Reduktionsanlage von LANXESS vollständig neutralisiert wird. (Bildformat: 20 cm x 13 cm / Bildautor: Foto: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße: 2480)

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LANXESS-Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann (rechts) und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers während der Pressekonferenz, bei der der Leverkusener Spezialchemie-Konzern ein neues Umweltprojekt vorgestellt hat. (Bildformat: 20 cm x 13 cm / Bildautor: Foto: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße: 1870)

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NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (links) und LANXESS-Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann (rechts) stellten heute ein neues Klimaschutzprojekt vor. (Bildformat: 20 cm x 13 cm / Bildautor: Foto: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße: 1890)

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