13. September 2009 | Presseinformationen, Fachpresse, Finanz & Wirtschaft, Standorte national, Rubber Chemicals, Rhein Chemie, Performance Polymers, Performance Butadiene Rubbers, Butyl Rubber, Technical Rubber Products

400 Teilnehmer beim ersten Weltkautschuktag

  • Der Spezialchemie-Konzern LANXESS veranstaltet wissenschaftliches Kolloquium zu Ehren von Fritz Hofmann, der den Synthesekautschuk vor 100 Jahren erfunden hat
  • 400 Gäste aus 18 Nationen kommen zum Jubiläum nach Köln
  • Fachvorträge und Diskussionen hochkarätiger Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
To view content you need flash player plugin. You can install last version flash player here

Leverkusen/Köln - Die LANXESS AG, weltweit führender Anbieter von Hochleistungskautschuken, hat am gestrigen Samstag, 12. September, die Erfindung des synthetischen Kautschuks durch den Chemiker Fritz Hofmann auf den Tag genau vor 100 Jahren mit einem hochkarätig besetzten, wissenschaftlichen Kolloquium gefeiert. Gut 400 Gäste aus 18 Nationen kamen in den Kölner Gürzenich, um mehr über Innovationen, zukünftige Möglichkeiten sowie das Marktpotenzial dieses vielseitigen und flexiblen Werkstoffs zu erfahren.

„Die Zukunft des synthetischen Kautschuks hat erst begonnen“

„Der synthetische Kautschuk hat diese Aufmerksamkeit und diesen Rahmen mehr als verdient“, sagte der Vorstandsvorsitzende der LANXESS AG, Axel C. Heitmann, in seiner Eröffnungsrede. Es sei keineswegs selbstverständlich, dass ein Produkt auch nach 100 Jahren noch so erfolgreich ist. „Wir bauen auf die Vielfalt und die herausragenden chemischen Eigenschaften dieses Stoffes, denn wir wissen, dass die Zukunft des synthetischen Kautschuks gerade erst begonnen hat.“ Der künstliche Werkstoff, so Heitmann weiter, habe in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Innovationen ermöglicht: im Automobilbau, in der Energieerzeugung, in Medizin und Sport, ja sogar in der Luft- und Raumfahrt. „Oft sieht man ihn nicht – aber er ist öfter da, als man denkt.“ Für LANXESS, sagte Heitmann, seien die synthetischen Kautschuke die wichtigsten Produkte in der Unternehmenspalette.

14 namhafte Referenten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erörterten während des ganztägigen Kolloquiums, wie sich die Erfolgsfaktoren der Vergangenheit in die Zukunft übertragen lassen, welchen Stellenwert der Kautschuk heute als Wegbereiter für andere Industrieanwendungen einnimmt und welches Entwicklungs- und Produktionspotenzial sich zukünftig daraus erschließen lässt.

Aus der Vergangenheit lernen

„Wir in NRW sind stolz auf dieses Patent und auf ein Unternehmen wie LANXESS“, sagte Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Den Grundstein für den synthetischen Kautschuk hatte der Chemiker Fritz Hofmann 1909 mit der Entdeckung des elastischen Methylisoprens gelegt. Am 12. September desselben Jahres – gestern vor 100 Jahren – stellte das Kaiserliche Patentamt den Elberfelder Farbenfabriken, für die Hofmann arbeitete, die Patent-Urkunde Nr. 250690 zum „Verfahren zur Herstellung von künstlichem Kautschuk“ aus. „Der Kautschuk hat eine wichtige Zukunft, weil Unternehmen wie Ihres es in der Vergangenheit geschafft haben, ihn immer wieder zu modernisieren“, richtete sich der Minister an den LANXESS-Vorstandsvorsitzenden, Axel C. Heitmann. „Sie haben erkannt, dass Innovation der Zukunftstreiber ist und haben in einem schwierigen Jahr den Forschungsetat sogar um zehn Prozent erhöht. Das nenne ich mutig.“ Deutschland brauche für seine Zukunft kluge Köpfe. „Und Bildung ist nichts anderes als die Umwandlung von Geld in Wissen“, führte er aus. Das Kaiserreich habe damals sehr viel Geld in die Hand genommen, um sie in Hochschulen zu investieren. „Wenn Deutschland Export- oder zumindest Vize-Exportweltmeister bleiben möchte, kann das Land es sich nicht leisten, sich mit seinen Schulen nur im oberen Mittelfeld zu positionieren“, sagte Pinkwart. Wir müssen auch in der Bildung wieder am Besten werden, und das muss man sich etwas kosten lassen.“

Jochen Homann, Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ermunterte LANXESS, seine Forschungen und Entwicklungen weiter auszubauen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. In kaum einem anderen Staat sei der Wohlstand der Gesellschaft so von der Industrie abhängig wie in der Bundesrepublik.

Chemie ist Problemlöser bei gesellschaftlichen Herausforderungen

Ulrich Lehner, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), schrieb dem Synthesekautschuk hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten zu. „Synthetischer Kautschuk ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Chemie hilft, das Leben der Menschen zu verändern.“ Lehner hob den Stellenwert der chemischen Industrie in Deutschland hervor und betonte, dass sie mit ihren „innovativen Produkten ein entscheidender Problemlöser bei den derzeitigen und künftigen gesellschaftlichen Herausforderungen“ sei. Hierzu zählt er die Bereiche Klimaschutz, Gesundheit und Ernährung einer älter werdenden Gesellschaft, Verfügbarkeit von Ressourcen sowie Mobilität. „Wir können uns daher glücklich schätzen, eine starke Chemieindustrie zu beheimaten, eine der innovativsten Branchen, die wir in Deutschland haben.“

Synthesekautschuk schont die Umwelt und erhöht den Komfort

Die Reduzierung des Spritverbrauchs sowie eine maximale Zuverlässigkeit der Fahrzeuge seien für die Automobilindustrie mit die wichtigsten Herausforderungen der Zukunft, erklärte Georg Weiberg, Mitglied der Geschäftsleitung der Daimler Trucks AG. Das Ziel von Daimler sei es daher, durch Technologieverbesserungen den Spritverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu senken. Die Gewichtsreduzierung der Fahrzeuge, die Verbesserung des Rollwiderstandes der Reifen sowie spezifische Radauskleidungen spielten dabei eine wichtige Rolle, betonte er. Darüber hinaus übernehme synthetischer Kautschuk eine wichtige Aufgabe bei der Reduktion von Lärm und bei der Dämpfung von Vibrationen. Der künstliche Werkstoff helfe nicht nur, die Umwelt zu schonen, sondern erhöhe auch den Fahrkomfort.

Unternehmen müssen mit dem Träumen beginnen

„Wir müssen den Blick noch weiter nach vorne richten und zu träumen beginnen, wenn wir uns auf die Zukunft vorbereiten wollen“, sagte Didier Miraton, Geschäftsführender Partner der Michelin Gruppe. Visionen, führte er weiter aus, seien bei dem Reifenhersteller Michelin von zentraler Bedeutung. Ein Unternehmen wisse nur, was künftig entwickelt werden muss, wenn es auch die Wünsche der Kunden von morgen kenne. „Wir haben gemerkt, dass Sprit sparende Reifen wichtig für die Mobilität der Zukunft sind und arbeiten deswegen schon seit 15 Jahren daran.“ Man müsse sich aber noch weiter bewegen, da sich Mobilität und Bedürfnisse ständig weiter wandeln. „Der Fortschritt hat bei uns deshalb kein Limit“, gab er mit Blick auf Michelin zu verstehen.

Synthesekautschuke bieten auch künftig großes Potenzial

In der Diskussionsrunde gab der Universitätsprofessor Horst Wildemann, Lehrstuhlinhaber an der Technischen Universität in München, die Devise aus, nach 100 Jahren mit diesem elastischen Werkstoff einen neuen Aufbruch zu wagen. „Wir haben noch ein Wachstumspotenzial von fünf bis neun Prozent in Europa für Synthesekautschuk“, sagte er. Ausbaumöglichkeiten, so Fritz Katzensteiner, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WDK), gebe es vor allem in der Automobilindustrie aber auch in der Medizintechnik und im Sport. „In Deutschland gibt es noch ein ungeheures Potenzial“, bekräftigte er. Herausforderungen lägen unterdessen in der Entwicklung neuer, unbelasteter Ersatzstoffe für die Kautschukherstellung, im Abbau von internationalen Handelsbarrieren sowie in der sich verändernden Mobilität der Menschen.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2008 einen Umsatz von 6,58 Milliarden Euro erzielte und aktuell 14.335 Mitarbeiter in 23 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist an 46 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der LANXESS AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Hinweise für die Redaktionen

100 Jahre synthetischer Kautschuk – Wissenswertes über das Jubiläum und die vielfältigen Anwendungsbereiche des elastischen Alleskönners finden Sie unter http://www.weltkautschuktag.de.

Weitere Informationen rund um die Chemie von LANXESS finden Sie in unserem WebMagazin unter http://webmagazine.lanxess.de.

Alle LANXESS Presse-Informationen sowie Foto-, Video- und Audiomaterial finden Sie unter http://presse.lanxess.de. Aktuelle Fotos vom Vorstand sind zum Downloaden unter http://imagebase.lanxess.com.


Kontakt

Frank Grodzki

Frank Grodzki
Pressesprecher Deutschland

Tel.: +49 214 30 40043

Fax.: +49 214 30 50691

frank.grodzki@lanxess.com

Daniel Smith

Daniel Smith
Leitung Financial and Business Media Relations

Tel.: +49 214 30-75179

Fax.: +49 214 30-50691

daniel-alexander.smith@lanxess.com

Udo Erbstößer

Udo Erbstößer
Leitung Fachmedien Pressesprecher

Tel.: +49 214 30 54529

Fax.: +49 214 30 44865

udo.erbstoesser@lanxess.com

Download

Bild

Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen sprach über die Perspektiven der Industrie in Deutschland (Bildformat: 39,18 cm x 26,12 cm / Bildautor: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße in MB: 7,6)

2009-00168-5.jpg [JPG, 7.6MB]

Bild

In der Diskussionsrunde sprachen Experten aus Wirtschaft und Verbänden auch über die Zukunftsmöglichkeiten des synthetischen Kautschuks: (von links nach rechts) Fritz Katzensteiner, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie, Marc Daniel, Direktor Material Research bei Milchelin France, Werner Breuers, Mitglied des Vorstandes der LANXESS AG, Moderatorin Nina Ruge, Horst Wildemann, Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München, Franz Josef Wolf, Geschäftsführer der Woco Industrietechnik GmbH und Burkhard Wies, Vice President Tire Lind Development Worldwide der Continental AG. (Bildformat: 42,77 cm x 21,84 cm / Bildautor: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße in MB: 2,1)

2009-00168-4.jpg [JPG, 2.1MB]

Bild

Der Vorstandsvorsitzende der LANXESS AG, Axel C. Heitmann, hielt die Eröffnungsrede des hochkarätigen, wissenschaftlichen Kolloquiums. (Bildformat: 23,42 cm x 15,61 cm / Bildautor: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße in MB: 2,7)

2009-00168-3.jpg [JPG, 2.7MB]

Bild

Im Gespräch mit dem LANXESS-Vorstandsvorsitzenden Axel C. Heitmann: Die bekannte deutsche Journalistin Nina Ruge führte charmant durch das Programm des hochkarätigen wissenschaftlichen Kolloquiums. (Bildformat: 29,43 cm x 19,62 cm / Bildautor: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße in MB: 4,3)

2009-00168-2.jpg [JPG, 4.3MB]

Bild

Volles Haus: Rund 400 Gäste kamen zum Kautschuk-Jubiläum von LANXESS in den Kölner Gürzenich (Bildformat: 36,98 cm x 24,65 cm / Bildautor: LANXESS AG / Bild Verwertung: Abdruck mit URHEBERVERMERK honorarfrei. / Bildgröße in MB: 6,3)

2009-00168-1.jpg [JPG, 6.3MB]

Presseinformation

2009-00168.pdf [PDF, 68KB]

Presseinformation

2009-00168.rtf [RTF, 66KB]