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21. November 2012

„Wir gehen dorthin, wo Bewegung ist“

LANXESS Vorstandsmitglied Rainier van Roessel wird bei den „Mobility Days Prag“ einer der Hauptredner sein. Wir hatten Gelegenheit, vor der Veranstaltung mit ihm zu sprechen.

Prag, Tschechische Republik - LANXESS: Herr van Roessel, nachdem in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei erfolgreiche Veranstaltungen in Bratislava und Warschau ausgerichtet wurden, haben Mittel- und Osteuropa eine Menge Aufmerksamkeit erhalten. Sind das aussichtsreiche Märkte?

Rainier van Roessel:
Selbstverständlich sind sie das – wir gehen dahin, wo Bewegung ist. Denn wir sind der festen Überzeugung, dass hier in der Tschechischen Republik und in der gesamten EU einiges in Bewegung sein wird. Deswegen haben wir 2008 damit begonnen, unsere Präsenz in Mittel- und Osteuropa (MOE) auszubauen, und setzen derzeit unsere Bemühungen weiter fort. Im vergangenen Jahr erreichte unser Umsatz 310 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Somit sind wir auf dem richtigen Weg. Die Technologien, die wir entwickeln, und die Spezialprodukte, die wir herstellen, haben in der Reifen- und Automobilindustrie eine wichtige Funktion zu erfüllen. Für die Automobilindustrie dieser Region sehen wir in der Zukunft ein großes Wachstumspotenzial.

Zunächst einmal gibt es hier einen starken Nachholbedarf, was den Besitz eines eigenen Autos anbetrifft. So ist zum Beispiel Tschechien das Land in MOE mit den meisten Besitzern eines eigenen Autos bezogen auf die Einwohnerzahl . Doch der KPMG-Automobilumfrage zufolge beträgt die Anzahl der Autobesitzer weniger als 80 Prozent des Anteils derer in Großbritannien und in Deutschland.

Damit gibt es ganz klar ein sehr reales Potenzial für einen neuen Automobilboom in dieser Region. Deswegen ist eine kürzlich durchgeführte Studie von Ernst & Young zu dem Schluss gekommen, dass davon ausgegangen werden kann, dass das Marktwachstum sich hier beschleunigen wird, sobald der aktuelle Konjunkturabschwung nachlässt. Die von der Internationalen Organisation der Automobilhersteller (OICA)  herausgegebene Automobilstatistik für 2011 zeigt, dass die Automobilproduktion im vergangenen Jahr in Tschechien, Ungarn, Serbien und der Slowakei gewachsen ist.

Besonders ermutigend war es, dass man hier in Tschechien einen Anstieg von 11,5 Prozent bei der Fahrzeugproduktion feststellen konnte.

LANXESS: Was hat es mit der sich abschwächenden Wirtschaft auf sich?

Van Roessel:
Natürlich gibt es jetzt Herausforderungen als Folge des konjunkturellen Abschwungs und der Härtemaßnahmen, die sich jetzt in weiten Teilen Europas auswirken. Aber wir sind zuversichtlich, dass die MOE-Länder – allen voran Tschechien – auch weiterhin die Autos produzieren werden, die dem Nachholbedarf hier und in ganz Europa Rechnung tragen, … und sich zu einem bedeutenden Zentrum der weltweiten Automobilindustrie weiterentwickeln werden.

LANXESS: Welche Technologien von LANXESS könnten in dieser Region bei der Zukunft der Mobilität eine zentrale Rolle spielen?

Van Roessel:
Ganz besonders stolz sind wir auf unsere aktuellen Fortschritte im Bereich „Grüne Mobilität“. So entwickeln wir beispielsweise den Hochleistungskautschuk, die Kautschukchemikalien und die moderne Kautschuktechnologie, die spritsparende „Grüne Reifen“ ermöglichen.

Und wir haben noch viel mehr zu bieten. Weitere Beispiele unserer Lösungen für „Grüne Mobilität“ sind unsere nachhaltigen Produkte für Leder, unsere Stabilisatoren für Biokraftstoff und unsere technischen Kautschukprodukte – von denen wir jetzt einige zumindest zum Teil aus biobasierten Rohstoffen herstellen.

Natürlich hat auch die Politik ihren Teil zu Fortschritten auf dem Gebiet der „Grünen Mobilität“ beigetragen. Einige Bereiche der neu in Kraft getretenen Rechtsvorschriften stellen ganz klar einen wertvollen Schritt in die richtige Richtung dar. Nehmen Sie zum Beispiel die neue Verordnung der Europäischen Union zur Reifenkennzeichnung. Sie besagt, dass alle neuen Reifen, die jetzt in der EU verkauft werden, bewertet und gekennzeichnet werden müssen, damit die Verbraucher wissen, wie gut sie in Bezug auf Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Laufgeräusch abschneiden.

Bisher hatten die Fahrer keine zuverlässige Möglichkeit, um herauszufinden, wie gut ihre Reifen eigentlich sind – das hat sich „über Nacht“ geändert.

LANXESS: Ist den Kunden die gesetzlich vorgeschriebene „Reifenkennzeichnungspflicht“ bereits ein Begriff?

Van Roessel:
Sie sollte es sein, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Reifen sind deutlich genug, um sich nicht nur auf die Umwelt, sondern auch auf den Geldbeutel der Menschen auszuwirken. Studien haben gezeigt, dass 20-30 Prozent des Kraftstoffverbrauchs eines Fahrzeugs und 24 Prozent der CO2-Emissionen eines Autos mit den Reifen in Zusammenhang stehen.

Um einmal die finanziellen Vorteile aufzuzeigen, haben wir eine Handy-App in mehreren Sprachen entwickelt, die zeigt, wie viel Kraftstoff und Geld ein Fahrer dadurch sparen kann, dass er auf „Grüne Reifen“ umsattelt.

News

"Nebst innovativem Denken ist eine moderne...

21. November 2012
"Nebst innovativem Denken ist eine moderne Produktion ein Muss!"

Interview mit Martin Jahn, President of the Automotive Industry Association of the Czech Republic (AIA), der bei den "Mobility Days Prag" vortragen wird.

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Ingo Drechsler

Ingo Drechsler
Leitung Corporate Media Europe, Middle East, Africa

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