Geschäftsgetriebene Innovation

Mit prozess-, produkt- sowie anwendungs- und geschäftsmodellorientierten Innovationen stärken wir nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von LANXESS, sondern unterstützen gleichzeitig auch unsere Kunden dabei, ihre Geschäfte erfolgreich und nachhaltig zu betreiben. In der Produkt- und Anwendungsentwicklung stellen wir die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden in den Mittelpunkt und treiben Projekte häufig gemeinsam mit den jeweiligen Kunden oder anderen leistungsstarken Partnern voran. Zudem sind es unsere Nachhaltigkeitsziele, die unsere Entwicklungen voranbringen, wie das Ziel, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Und auch das gesamtwirtschaftliche Bestreben, den Wandel zu Circular Economy zu fördern, prägt unsere Arbeit.

In Ergänzung zu unseren eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben wir uns mit einem einstelligen Millionen-Euro-Betrag am High-Tech Gründerfonds (HTGF) III beteiligt. Dieser startete am 31. Mai 2017 mit einem Volumen von 245 Millionen Euro im First Closing.

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Forschung und Entwicklung nachhaltig vorantreiben

Mit prozess-, produkt- sowie anwendungs- und geschäfts modellorientierten Innovationen stärken wir nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von LANXESS, sondern unterstützen gleichzeitig auch unsere Kunden dabei, ihre Geschäfte erfolgreich und nachhaltig zu betreiben. In der Produkt- und Anwendungsentwicklung stellen wir die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden in den Mittelpunkt und treiben Projekte häufig gemeinsam mit  den jeweiligen Kunden oder anderen leistungsstarken Partnern voran. Zudem sind es unsere Nachhaltigkeitsziele, die unsere Entwicklungen voranbringen, wie das Ziel, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Und auch das gesamtwirtschaftliche Bestreben, den Wandel zur Circular Economy zu fördern, prägt unsere Arbeit.


"Innovationen sind der
Schlüssel zum Fortschritt
in Richtung Nachhaltigkeit.”

Dr. Michael Schelhaas,
Corporate Development 
LANXESS

Thema künstliche Intelligenz: Die Optimierung der Entwicklung kundenspezifischer Hochleistungs-Kunststoffe durch künstliche Intelligenz trägt erste Früchte. Als eine der ersten Business Units von LANXESS hat die Business Unit High Performance Materials künstliche Intelligenz genutzt, um Glasfasern zu optimieren. Damit können wir für Kunden in kürzerer Zeit noch bessere, maßgeschneiderte Produkte entwickeln. Nach einer rund anderthalbjährigen Entwicklungsarbeit in Kooperation mit Citrine Informatics, einem US-amerikanischen Unternehmen, das auf die softwaregestützte Entwicklung chemischer Produkte spezialisiert ist, können wir mit einer deutlich verbesserten Glasfaser in die Serienproduktion gehen. Dieses Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunfts fähigkeit von LANXESS.

Auch unsere Anlagen und Prozesse gestalten wir zunehmend digital. Inzwischen sind etwas mehr als zwei Drittel aller Betriebe mit einer neuen Software zur Datenanalyse ausgestattet. Die damit erhobenen Werte nutzen unsere Experten, um Muster und Trends zu erkennen und Produktionsunregelmäßigkeiten zu identifizieren.

Auf Basis dieser erweiterten Datengrundlage konnten wir bereits erste Erfolge bei der Prozessinnovation erzielen. Unserem Phosphorchemikalien-Betrieb in Leverkusen ist es gemeinsam mit unseren Ingenieurinnen und Ingenieuren gelungen, den Prozess zur Herstellung von Phosphorchemikalien so zu optimieren, dass über eine Dampfeinsparung nicht nur die Betriebskosten gesenkt, sondern auch die CO2-Emissionen um knapp 4.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden konnten.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die Entwicklung von Produkten, die einen spürbar nachhaltigen Nutzen entfalten. Bei dem Verarbeitungswirkstoff für Kautschukmischungen Aktiplast PP-veg, der zur Herstellung von Reifen und technischen Gummiartikeln genutzt wird, haben wir auf nachwachsende Rohstoffe umgestellt. Der Stoff wird nur aus pflanzlichen Ölen hergestellt, sodass der Anteil nachwachsender Rohstoffe bei Aktiplast PP-veg nun bei rund 90% liegt. Die Umstellung ist vorteilhaft für uns und den Kunden: LANXESS kann seinen CO2-Fußabdruck reduzieren, beim Kunden sinkt der Energieeinsatz, da die Kautschukmischungen besser zu verarbeiten sind.

Ein weiteres Produkt auf der Basis nachwachsender Rohstoffe ist die neu im Markt eingeführte Produktgruppe Adiprene Green. Diese Urethan-Präpolymere sind ein vollwertiger Ersatz für Polyether-Präpolymere auf fossiler Basis. Sie ermöglichen PU-Komponenten mit reduziertem CO2-Fußabdruck und bieten darüber hinaus den Vorteil der einfachen Handhabung und Verarbeitung. Produkte der Adiprene-Green-Reihe eignen sich besonders für anspruchsvolle Anwendungen wie Räder, Rollen und Rollenabdeckungen.

LANXESS verfolgt weiterhin das Ziel, die Umstellung seiner Prozesse hin zu einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Entsprechend setzen wir in der Produktion thermoplastischer Compounds und Verbundwerkstoffe verstärkt auf den Einsatz rezyklierter Rohstoffe. Aktuelle Beispiele für Produkte, die nach dieser Strategie gefertigt werden, sind drei Durethane, die 30, 35 bzw. 60 Gewichtsprozent Rezyklatfasern enthalten. Das Glas stammt aus Abfällen der Glasfaserproduktion. Diese Produkte zeichnet aus, dass sie die gleichen Eigenschaften besitzen wie herkömmliche Ware. Der Kunde kann die nachhaltigen und zertifizierten Durethan-Compounds mit Rezyklatfasern wie herkömmliche Stoffe auf bestehenden Anlagen verarbeiten. Die Compounds werden vor allem im Automobilbau verwendet.

In der Business Unit Polymer Additives steht das Thema Nachhaltigkeit bei mehreren Projekten im Mittelpunkt. Eines davon ist das „PolyStyrene Loop“-Projekt, bei dem LANXESS mitarbeitet und die Entwicklung eines innovativen Recyclingkonzepts vorantreibt. Ziel war es, HBCD - einen Stoff, der in der Vergangenheit für den Wärme- und Brandschutz von Gebäuden genutzt wurde und inzwischen als Schadstoff gilt - aus Bauabfällen herauszulösen. In einer neuen Aufbereitungsanlage kann erstmals Polystyrolschaumstoff, der mit HBCD verunreinigt ist, aufbereitet werden. Die Pilotanlage mit einer Kapazität von 3.000 Tonnen wird – auf Basis eines vom Fraunhofer-Institut entwickelten Verfahrens - zurzeit in Terneuzen, Niederlande, errichtet und soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 in Betrieb gehen. Für dieses Projekt erhielt LANXESS 2020 den „Blue Tulip Award“. Die Auszeichnung prämiert in acht zukunfts weisenden Kategorien innovative Konzepte und erfolgreiche Kooperationen, die Ökosysteme schützen.

Innovation heißt für uns auch, neue Nutzungen für bestehende Produkte zu entwickeln. Die mit unserem Partner Standard Lithium Ltd. am Standort El Dorado errichtete Pilotanlage zur Extraktion und Aufbereitung von Lithiumsalz läuft im Testbetrieb, und erste Produkttests sehen vielversprechend aus. Dieses Material wird in großem Maßstab für Lithium-Inonen-Batterien benötigt und ist damit ein entscheidender Rohstoff für den angestrebten Ausbau der Elektromobilität. LANXESS betreibt in El Dorado drei Anlagen zur Herstellung von Bromprodukten. Das Brom wird dabei aus der am Standort geförderten Sole gewonnen, die auch Lithium enthält. Die Technologie zur Lithium-Extraktion liefert unser Partner Standard Lithium.

Sebastian Röhrig

Head of Corporate Responsibility

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