Pioniere bei der Arbeit
Autorin: Kathrin Achenbach
Eisenoxide entwickeln

„Wir wollen Partner Nummer eins für den ganzen Westen sein“
Wir sind hier im Team Innovation auf ganz unterschiedlichen Feldern unterwegs, um unsere Eisenoxide in neue Märkte zu bringen. Da wir auch den Anwendungsbereich mitbetreuen, führen wir unsere ersten Tests hier selbst durch. Das macht uns flexibel und schnell. Gleichzeitig versuchen wir immer, Kooperationspartner für unsere Projekte zu finden – was uns auch gelingt. Nur so können wir die Produkte perfekt an die Wünsche potenzieller Kunden anpassen.
Im Moment sind wir in folgenden großen Bereichen aktiv:
Rein in die Batterietechnologie
Neue Katalysatoren im Blick
Ein zweiter Schwerpunkt liegt im Bereich der Katalyse – beispielsweise zur Herstellung von Styrol, das für die Produktion von Polystyrol benötigt wird, vielen besser bekannt unter dem Namen Styropor. Schon eine minimale Verbesserung des Katalysatorsystems kann große wirtschaftliche Vorteile für Hersteller bringen.
Unser Eisenoxid bietet dafür beste Voraussetzungen: Anders als viele Übergangsmetall- oder Edelmetall-basierte Katalysatoren ist unser Produkt zuverlässig verfügbar, wird nachhaltig produziert und ist seit Jahrzehnten durch uns bestens erforscht.
Ein wichtiger Erfolg konnte bereits erzielt werden: Die ersten Mengen einer neuen Katalysatorvorstufe wurden an einen namhaften Kunden verkauft und durchlaufen aktuell Qualifikationstests. Zudem startete im März ein neues Förderprojekt mit akademischen und industriellen Partnern zur Olefin-Synthese über das Fischer-Tropsch-Verfahren Ziel ist es, modifizierte Eisenoxide in das Katalysatorsystem einzubringen. Auch bei der Ammoniaksynthese laufen erste Untersuchungen.
Wasserstoff geschickt speichern
Spannend sind auch unsere Forschungsaktivitäten im Bereich „Green Technology“. Dabei geht es um die Wasserstoffspeicherung. Unter bestimmten Bedingungen reagiert Wasserstoff mit unseren Eisenoxiden. Es entstehen metallisches Eisen und Wasserdampf – ein Prozess der chemischen Energiespeicherung.
Dieser Prozess lässt sich auch umkehren: Wasserdampf reagiert mit Eisen zu Wasserstoff und Eisenoxid. Der Wasserstoff kann anschließend in einem nachgeschalteten Prozess genutzt werden, etwa für chemische Reaktionen oder zur Strom- und Wärmeerzeugung.
Hierfür haben wir im Oktober 2025 gemeinsam mit potenziellen Anwendern ein Forschungsprojekt mit einer Laufzeit von drei Jahren gestartet. Unser Ziel ist es, bis dahin eine Demonstrationsanlage mit LANXESS-
Eisenoxiden aufbauen zu können.
Bewährtes verbessern
Neben neuen Märkten bleibt natürlich die Weiterentwicklung bestehender Produkte ein Dauerauftrag. Entweder kommen Kunden mit neuen Anforderungen auf das Team zu – oder das Innovationsteam erkennt selbst Potenziale für neue Anwendungen. So entstehen kontinuierlich verbesserte oder modifizierte Eisenoxidqualitäten."