LANXESS erweitert Flammschutz-Portfolio für PU/PIR-Dämmstoffe
- Reaktives, halogenfreies Phosphor-Flammschutzmittel wurde speziell für PU/PIR-Hartschäume entwickelt
- Erfüllt die immer strengeren Vorschriften für Flammschutzmittel
- Technologie bindet sich chemisch in die Polyurethan-Matrix ein, anstatt als herkömmlicher Zusatzstoff zu wirken
- Übertrifft herkömmliche Alternativen hinsichtlich Flammhemmung, VOC-Emissionen und Festigkeit des Schaumes
Der Spezialchemiekonzern LANXESS bringt mit Purventis eine neue Flammschutzplattform für Dämmstofflösungen auf den Markt. Das erste kommerzielle Produkt dieser Plattform ist Purventis Core, ein reaktives, halogenfreies Phosphor-Flammschutzmittel für Hartschäume aus Polyurethan (PU) und Polyisocyanurat (PIR). Purventis Core erfüllt den wachsenden Bedarf von Polyol-Formulierern, PU-Systemherstellern und Herstellern von Dämmplatten oder Sprühschäumen, Brandschutzleistung, geringere Emissionen, Verarbeitbarkeit und langfristige regulatorische Sicherheit in PU/PIR-Dämmsystemen zu vereinen.
PU/PIR-Hartschäume finden breite Anwendung in der energieeffizienten Gebäudedämmung, darunter Bauplatten, Dach- und Wanddämmung sowie geschlossenzelliger Sprühschaum. Da sich die rechtlichen Rahmenbedingungen weltweit ständig weiterentwickeln, suchen Dämmstoffhersteller zunehmend nach flammhemmenden Technologien, die sowohl künftige gesetzliche Anforderungen als auch Produktspezifikationen erfüllen können. Vor diesem Hintergrund stellen Lösungen, die über herkömmliche additive Flammschutzmittel wie Tris(1-chlor-2-propyl)phosphat (TCPP) und Triethylphosphat (TEP) hinausgehen, eine attraktive Alternative für die PU/PIR-Industrie dar.
Reaktive Chemie für sich wandelnde Anforderungen an Dämmstoffe
Purventis Core basiert auf der Technologie, die zuvor von LANXESS unter dem Namen Levagard 2100 vermarktet wurde, und ist als reaktives Phosphor-Flammschutzmittel mit niedriger Viskosität konzipiert, das halogenfrei, nicht aromatisch sowie frei von TPP und Phenol ist. Im Gegensatz zu anderen additiven Flammschutzmitteln bindet es sich chemisch in die Polyurethan-Matrix ein. Dieser Ansatz soll Herstellern dabei helfen, sich auf Neuformulierungen, Rezertifizierungen und Spezifikationsänderungen vorzubereiten und gleichzeitig das für PU/PIR-Dämmstoffe erforderliche Leistungsprofil beizubehalten.
„Mit Purventis schaffen wir eine klarere Plattform für den Dämmstoffmarkt“, sagt Heiko Tebbe, Leiter der Anwendungsentwicklung für Polymeradditive bei LANXESS. „Purventis baut auf einer Technologie auf, die unsere Kunden kennen, und geht auf die Fragen ein, die bei PU- und PIR-Dämmstoffen zunehmend an Bedeutung gewinnen: regulatorische Sicherheit, geringe Emissionen, Dokumentation und zuverlässige Schaumeigenschaften.“
Testdaten belegen geringere Emissionen und reduzierte Dosierungen
Bei Tests zeigte sich, dass Purventis Core nicht zu den Gesamtemissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) beitrug. Dies belegt, dass das Produkt in das Polymer eingebunden ist. Die Technologie bietet zudem im Vergleich zu TCPP und TEP eine hohe flammhemmende Wirkung. Das ist für Hersteller deshalb relevant, weil die Dosierung der Flammschutzmittel Auswirkungen auf die Rezepturgestaltung, die Kostenkalkulation, die Verarbeitung und die endgültigen Schaumeigenschaften hat. Testdaten von LANXESS zeigen zudem, dass Purventis Core die mechanischen Eigenschaften des Schaums im Vergleich zu Lösungen mit herkömmlichen Flammschutzmitteln verbessert.
Durch den Aufbau auf bewährter Technologie für seine Purventis-Plattform schärft LANXESS sein Angebot für Dämmstoffhersteller, die ihre PU/PIR-Portfolios auf sich wandelnde regulatorische und marktbezogene Anforderungen vorbereiten.
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