LANXESS steigert Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal 2026
- Umsatz mit 1,467 Milliarden Euro um 9,6 Prozent über Vorjahresquartal
- EBITDA vor Sondereinflüssen mit 139 Millionen Euro um 11,2 Prozent über Vorjahresquartal
- Free Cashflow deutlich verbessert
- Prognose für Gesamtjahr 2026 präzisiert: EBITDA vor Sondereinflüssen am oberen Ende der Spanne von 450 bis 500 Millionen Euro erwartet
- Auch im vierten Quartal positiver Free Cashflow erwartet
Köln, 5. November 2026 – Der Spezialchemie-Konzern LANXESS hat Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal 2026 gesteigert – trotz eines weiterhin schwachen Konjunkturumfelds und hohen geopolitischen Unsicherheiten.
Der Umsatz stieg um 9,6 Prozent auf 1,467 Milliarden Euro nach 1,338 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag bei 139 Millionen Euro und erhöhte sich damit um 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 125 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 9,5 Prozent nach 9,3 Prozent im Vorjahresquartal.
Für den Anstieg des Umsatzes sorgten insbesondere Preissteigerungen zur Weitergabe gestiegener Rohstoff- und Energiekosten. Eine verbesserte Nachfrage in einzelnen Geschäftsfeldern sowie Maßnahmen zu Kosteneinsparungen wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus.
Verbesserter Free Cashflow
Auch der Free Cashflow verbesserte sich deutlich von minus 14 Millionen Euro im dritten Quartal 2025 auf nun 48 Millionen Euro. Treiber dafür waren vor allem das operative Geschäft und die erfolgreichen Maßnahmen zur Kostensenkung.
„Im dritten Quartal haben wir trotz aller Widrigkeiten zugelegt. Von einer breiten und nachhaltigen Nachfrageerholung sind viele unserer Kernmärkte jedoch noch entfernt. Das betrifft besonders die Agrochemie-, Auto- und Bauindustrie. Aber unsere Anstrengungen zur Senkung der Kosten zahlen sich aus und unterstützen unsere Ergebnisentwicklung“, sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von LANXESS.
Für das Gesamtjahr 2026 präzisiert der Konzern seine Prognose und erwartet nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen am oberen Ende der Spanne von 450 bis 500 Millionen Euro. Auch für das vierte Quartal rechnet der Konzern mit einem positiven Free Cashflow.
Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Im Segment Consumer Protection stieg der Umsatz im dritten Quartal 2026 um 8,4 Prozent auf 491 Millionen Euro nach 453 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das EBITDA vor Sondereinflüssen betrug 67 Millionen Euro und lag damit um 6,9 Prozent unter dem Wert des letztjährigen Quartals von 72 Millionen Euro. Das Ergebnis des Vorjahres hatte ein positiver Ertragseffekt aus einem Kundenvertrag mit Mindestabnahmeverpflichtung gestützt. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 13,6 Prozent nach 15,9 Prozent im Vorjahresquartal.
Das Segment Specialty Additives verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatz von 569 Millionen Euro und lag damit 12,7 Prozent über dem Wert des dritten Quartals 2025 von 505 Millionen Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 71 Millionen Euro, das sind 57,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal mit 45 Millionen Euro. Die im zweiten und dritten Quartal umgesetzten Preiserhöhungen trugen zur Ergebnisverbesserung bei. Gestiegene Rohstoffkosten konnte LANXESS über höhere Verkaufspreise an Kunden weitergeben. Maßnahmen zur Kostensenkung wirkten sich positiv auf Ergebnis und Marge aus. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 12,5 Prozent nach 8,9 Prozent im Vorjahresquartal.
Im Segment Advanced Intermediates stieg der Umsatz im dritten Quartal 2026 auf 404 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 7,2 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals von 377 Millionen Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 25 Millionen Euro und lag damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahresergebnisses von 26 Millionen Euro. Höhere Verkaufspreise konnten die gestiegenen Kosten für Rohstoffe kompensieren, jedoch belasteten hohe Energiekosten das Ergebnis. Auch die anhaltend schwache Nachfrage aus der Bau- und Agrarindustrie wirkte sich negativ auf das Ergebnis aus, ebenso wie hohe Transportkosten aufgrund des Niedrigwassers des Rheins. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 6,2 Prozent nach 6,9 Prozent im Vorjahr.
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